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Verkauf von GmbH-Anteilen bringt verrechenbare Verluste


Besteht eine Beteiligung an einer GmbH von einem Prozent oder mehr, kann ein Verlust aus dem Verkauf der Anteile steuerlich stets mit anderen Einkünften verrechnet werden.

Um sich negative Einkünfte zu sichern, kann aus steuerlicher Sicht in Erwägung gezogen werden, die Kapitalanteile an den Ehepartner zu verkaufen. Dies stellt nach dem rechtskräftigen Urteil des Finanzgerichts Rheinland-Pfalz auch dann keine Gestaltungsmissbrauch nach § 42 AO dar, wenn die Veräußerung lediglich der Verlustrealisierung dienen soll und der Preis 1 Euro beträgt.

Ist der Marktwert tatsächlich nicht positiv, weil etwa ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag vorliegt, ist der Verlust steuerlich auch dann anzuerkennen, wenn die Anteile ausschließlich dem Partner zum Kauf angeboten werden. Aus dem gesamten Vorgang lässt sich keine Schenkung ableiten.

GmbH-Gesellschafter können dieses Urteil für ihre persönliche Steuerrechnung verwenden. Ein Verkauf ist in dem Jahr sinnvoll, in dem die Bilanzsituation eher schlecht und die sonstigen Einkommensverhältnisse eher gut sind. Dann wirkt sich der gewerbliche Verlust zur Hälfte progressionsmindernd auf die übrigen Einkünfte aus, ohne dass sich die Liquidität eines Ehepaares ändert.

Wird der Verkauf innerhalb eines Jahres zwischen Erwerb und Veräußerung der Anteile getätigt, ist jedoch zu beachten, dass die Spekulationsbesteuerung der Erfassung als gewerbliche Einkünfte vorgeht (§ 23 Abs. 2 EstG). In diesem Fall würde es sich unabhängig von den Beteiligungsverhältnissen immer um den Verlust aus einem privaten Veräußerungsgeschäft handeln, der nicht mit den übrigen Einkünften verrechnet werden kann.
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