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Für Unternehmer: Pensionszahlungen


Rechenbeispiel mit veränderten Parametern

In den letzten Jahren haben sich die wesentlichen Parameter, die bei der Planung der Altersversorgung in der Vergangenheit zu Grunde gelegt wurden, dramatisch verändert. Die deutliche Steigerung der Lebenserwartung und die anhaltende Schwäche am Kapitalmarkt haben die langfristige Finanzierung von Pensionsverpflichtungen aus den Fugen geraten lassen. Das aktuelle Zinsniveau für festverzinsliche Wertpapiere im 10-jährigen Bereich liegt unter 3,5%.

Betriebliche Pensionszusagen an ihre Geschäftsführer waren in der Vergangenheit bei vielen mittelständischen GmbHs regelmäßig steuerlich motiviert. Die Bildung von Pensionsrückstellungen war eine willkommene Gestaltung zur Reduzierung des steuerpflichtigen Gewinns.

In den meisten Fällen wurde zur Finanzierung der Pensionsverpflichtung eine so genannte Rückdeckungsversicherung abgeschlossen, die im Leistungsfall der GmbH die zur Zahlung der betrieblichen Versorgungsleistung notwendigen Finanzmittel zur Verfügung stellen sollte. Betrachtet man die Steigerung der künftigen Lebenserwartung und die anhaltende Schwäche der Kapitalmärkte im Zusammenhang mit der Finanzierung von betrieblichen Altersversorgungssystemen, verbirgt sich hier erheblicher Zündstoff:

Beispiel:
Die X-GmbH hat ihrem Geschäftsführer A eine Pensionszusage erteilt, die ab dem 65. Lebensjahr die Zahlung einer statischen Altersrente von Euro 5.000,00 vorsieht. Zur Finanzierung der Pensionszusage wurde eine Rückdeckungsversicherung abgeschlossen.
Planzahlen bei Einrichtung:
Barwert der Verpflichtung
Euro
589.000,00
Ablaufleistung
Euro
589.000,00
Differenz/Fehlbetrag
Euro
0,00
Rückdeckung  
100 %
Ist-Situation:
Barwert der Verpflichtung
Euro
770.000,00
Ablaufleistung
Euro
412.500,00
Differenz/Fehlbetrag
Euro
357.500,00
Rückdeckung  
53,5 %
   
 
Das heißt: Der GmbH fehlen rund Euro 357.000,00 zur Erfüllung der Versorgungsverpflichtung gegenüber A. Hier sind individuelle Lösungen gefragt.


Heinz Claßen, selbständiger Finanzberater der Deutschen Bank, Mitautor dieses Artikels, steht für eine individuelle Beratung gern zur Verfügung. Bitte sprechen Sie uns an.

(Quelle: Gestaltende Steuerberatung Nummer 5/2005, S. 162 ff.)

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